Ein Baumstumpf, ein umgestürzter Baum, eine kleine Mauer oder ein Treppenabsatz: Bislang waren das für dich nur unliebsame Hindernisse. Ab jetzt sind es Sportgeräte, die willkommene Abwechslung bieten.
Wofür das Ganze eigentlich gut ist
Bevor wir loslegen, kurz vorweg: Rauf, Hopp und Runter haben keinen tieferen Nutzen. Das ist einfach nur Spaß – ohne weiteren Zweck dahinter. Die eigentliche Herausforderung stellst du dir im Alltag sowieso meistens selbst, ganz automatisch.
Rauf – nur die Vorderpfoten
Fangen wir mit Rauf an. Wie bei fast jedem neuen Signal arbeite ich auch hier zuerst mit Bestechung. Das heißt: Ich nehme ein Leckerchen und ziehe meinen Hund damit so weit auf das Hindernis, dass nur die Vorderpfoten oben ankommen.
Das Signalwort selbst – also „Rauf" – kommt dabei erst, wenn mein Hund gerade in dieser Position ist. Danach kommt, wie immer, zuerst das Lobwort – und erst dann bekommt er das Leckerchen.
Das Ganze wiederholst du ein paar Mal, und dann beginnst du, die Bestechung abzubauen. Du tust irgendwann nur noch so, als hättest du ein Leckerchen in der Hand – dein Hund folgt trotzdem, weil er gelernt hat, dass sich das lohnt. Wenn er in der Position angekommen ist, sagst du wieder „Rauf", dann dein Lobwort, und dann bekommt dein Hund das Leckerchen – diesmal holst du es erst aus deiner Tasche. Und das Signalwort sagst du bei jeder Wiederholung ein kleines bisschen früher.
Hopp – der ganze Hund
Für Hopp ist der Aufbau ähnlich: Du nutzt dasselbe Hindernis – du ziehst deinen Hund, zunächst wieder mit einem Leckerchen, einfach nur ein Stückchen weiter auf das Hindernis. Die meisten Hunde wollen ohnehin gleich mit dem ganzen Körper hoch, wenn das Hindernis genug Platz bietet.
Auch hier kommt das Signalwort am Anfang erst, wenn der Hund bereits auf dem Hindernis steht, und im weiteren Verlauf dann immer früher. Und auch hier ist es wichtig, die Bestechung so schnell wie möglich abzubauen und eine Belohnung daraus zu machen.
Runter – ergibt sich fast von selbst
Runter ist von den dreien das entspannteste Signal. Es ergibt sich meistens fast von alleine. Ich lade meinen Hund – anfangs gerne noch mit einem Leckerchen – dazu ein, wieder runterzukommen, und benenne das Verhalten in dem Moment, in dem er unten ankommt. Danach, wie gewohnt: erst das Lobwort, dann das Leckerchen.
Auch hier gilt dasselbe Prinzip wie bei Rauf und Hopp: ein paar Wiederholungen, dann die Bestechung abbauen, und das Signalwort kommt von Mal zu Mal etwas früher, bis ich meinen Hund mit dem Signalwort von dem Hindernis herunterhole.
Zusammenfassung
- Rauf, Hopp und Runter dienen keinem tieferen Zweck – sie sind einfach nur Spaß im Alltag.
- Rauf: nur die Vorderpfoten kommen aufs Hindernis, mit Bestechung aufgebaut.
- Hopp: der ganze Hund steigt hoch – Sichtzeichen helfen bei der Unterscheidung zu Rauf.
- Runter ergibt sich fast von selbst und ist das entspannteste der drei Signale.
- Die eigentliche Übung im Alltag: die passenden Hindernisse überhaupt erst erkennen.
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